Drei Tage.
158 Katzen.
Unzählige Geschichten.

Im Januar 2026 durften wir wieder ein intensives Kastrationsprojekt durchführen – drei Tage, die uns alles abverlangt und gleichzeitig alles zurückgegeben haben. Drei Tage, in denen 158 Katzen kastriert wurden. 158 Leben, die nun nicht mehr unkontrolliert Nachwuchs in ein ohnehin überfülltes, hartes Straßenleben bringen.

Warum ist das so wichtig?

Eine einzige, nicht kastrierte Katze kann – gemeinsam mit ihrem Nachwuchs – innerhalb weniger Jahre für Hunderte weitere Tiere sorgen. Tiere, die oft krank geboren werden. Die hungern. Die frieren. Die kein Zuhause finden. Kastration verhindert Leid, bevor es entsteht. Sie ist nicht nur ein medizinischer Eingriff – sie ist nachhaltiger Tierschutz. Sie ist Vorsorge. Sie ist Verantwortung.

Doch wie so oft blieb es nicht „nur“ bei Kastrationen. Wir führten zwei Sonder- Operationen durch, bei denen jeweils ein Augen entfernt werden musste. Eine schwere Entscheidung – aber für diese Tiere bedeutete sie die Befreiung von dauerhaftem Schmerz und Entzündung. Katzen kommen erstaunlich gut ohne Augen zurecht. Schmerzfreiheit ist Lebensqualität.

Eine Katze litt an einer sogenannten Pyometra – einer eitrigen Gebärmutterentzündung. Die Gebärmutter füllt sich mit Eiter, das Tier wird schwer krank, bekommt Fieber, frisst nicht mehr. Ohne Operation endet das fast immer tödlich. Durch die sofortige Entfernung der entzündeten Gebärmutter konnten wir ihr Leben retten.

Mehrere Katzen hatten massiv zerstörte Zähne – vereitert, abgebrochen, entzündet. Wer schon einmal Zahnschmerzen hatte, weiß, wie unerträglich das sein kann. Diese Tiere mussten Tag für Tag mit diesem Schmerz leben. Die Entfernung der kaputten Zähne bedeutete für sie endlich Erleichterung.

Und dann war da dieser eine Kater. Eine riesige Schwellung am Unterkiefer. Stark abgemagert. Dehydriert. Sein schwacher Körper hatte dem nichts mehr entgegenzusetzen. Nach sorgfältiger Untersuchung blieb uns nur eine letzte Möglichkeit: ihn gehen zu lassen. Eine Entscheidung, die weh tut. Manchmal bedeutet Liebe auch, Leiden zu beenden.

Diese drei Tage haben wieder gezeigt, warum wir tun, was wir tun.

Kastration verhindert nicht nur Nachwuchs. Sie verhindert Hunger. Sie verhindert Revierkämpfe, schwere Verletzungen, Infektionen. Sie verhindert, dass immer neue Generationen in ein Leben voller Entbehrung geboren werden. Jeder einzelne Eingriff ist ein Schritt in Richtung weniger Leid.

158 kastrierte Katzen bedeuten tausende nicht geborene Kitten, die nie auf der Straße um ihr Überleben kämpfen müssen.

Das ist der Unterschied.
Das ist nachhaltiger Tierschutz.
Und genau dafür stehen Wir.